Kittelberger Sumi
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Die 1980 geborene deutsche
Sopranistin erlernte zunächst Klavier und Geige, bevor sie sich dem
Gesang zuwandte. 1998 wurde sie als Jungstudentin in der Klasse von
Professor Roland Hermann an der Hochschule für Musik in Karlsruhe
aufgenommen. Nach ihrem Abschluss „Diplom Künstlerische Ausbildung“
(2004), setzte sie ihre Studien bei Professor Doris Yarick-Cross an der
Yale University fort, wo sie 2006 mit dem Master of Music abschloss. Im
Rahmen ihres Studiums in den USA war sie als Titania (Britten/Midsummer
Night’s Dream) in einer Produktion von Marc Verzatt
(Inszenierung)/Giuseppe Grazioli (Musikalischer Leiter), Despina (Colin
Graham/ Dominique Trottein) und als Yum-Yum (The Mikado) zu sehen.
Außerdem nahm sie an Master Classes mit Alan Held und Sherill Milnes
teil.
Eine Zusammenarbeit der Yale University mit dem Orchestra Giuseppe
Verdi ermöglichte Sumi Kittelberger zudem die Aufführungen von Il
trittico (Suor Genovieffa, Lauretta), L’enfant et les sortilèges
(L’Enfant) und Le disavventure teatrali (Merlina) in Inszenierungen von
Damiano Michieletto/Marc Verzatt und unter der musikalischen Leitung
von Giuseppe Grazioli in Mailand.
Nach ihrem Studium wurde Sumi Kittelberger Mitglied des Internationalen
Opernstudios Zürich 2006/07 wo sie u.a. Youca in Chabriers Oper Etoile
in einer Produktion von David Pountney und John E. Gardiner sang.
Außerdem war sie während dieser Zeit Cover für Papagena in der
Zauberflöte von Martin Kušej und Nikolaus Harnoncourt.
Sumi Kittelberger erhielt Auszeichnungen bei verschiedenen
Wettbewerben, so etwa beim Mozartfest-Wettbewerb Würzburg, der
Metropolitan Opera Competition und beim Belvedere-Wettbewerb der Wiener
Kammeroper und wurde zum Concours Reine Elisabeth nach Brüssel
eingeladen.
2007 wechselte sie in das Ensemble des Luzerner Theaters, wo sie mit
Nanetta (Insz. David Hermann), Olympia (Peter Carp) und Fido in Paul
Bunyan (Nick Broadhurst) debütierte. In ihrer zweiten Saison dort sang
sie Zerlina (Stephan Müller), Christl (Christine Cyris), Amor in Glucks
Orfeo ed Euridice, sowie die Hauptrolle in der Uraufführung der
Kammeroper „Die große Bäckereiattacke“ unter der Leitung von Michael
Scheidl und Johannes Kalitzke. 2009 sang sie mit dem Klangforum Wien
die österreichische Erstaufführung dieser Oper in Wien.
Des weiteren war Sumi Kittelberger in Luzern als Adele, Amina in
Sonnambula (Lorenzo Fioroni) und in einer weiteren Uraufführung als
Barbara Strozzi in der gleichnamigen Oper von Georg Graewe unter der
Leitung von Jörg Behr/Rick Stengards zu sehen.
Diese Spielzeit sang sie Aphrodite in Henzes Oper „Phaedra“ (Stephan
Müller/Mark Foster) und ist derzeit als Königin der Nacht
(Dominique Mentha/Michael Goetzel), Riccardo in Scarlattis „Il trionfo
dell’onore“ und ab Juni als Maria in West Side Story unter der Leitung
von Tatjana Gürbaca zu sehen.
Gastengagements führten sie zudem an die Kammeroper Frankfurt (Blonde),
das Ulmer Theater (Ciboletta) sowie an das Opera Theater Connecticut
(Gretel).
Als Konzertsängerin erhielt die Sopranistin Einladungen zu den
Schwetzinger Festspielen und einem Konzert in die Carnegie Hall New
York.
2005 war sie eine von den 16 Sängern, die ausgewählt wurden für Naxos
in Kooperation mit der Yale University eine Gesamtaufnahme mit Liedern
von Charles Ives aufzunehmen. Außerdem existieren Aufnahmen für den
SWR, eine CD bei Bayer Records sowie ein Konzert Live-Mitschnitt der
Deutschen Welle. Bei art-tv.ch und youtube.com finden sich von den
meisten Produktionen kurze Videos.
Sumi Kittelberger war Stipendiatin der „Studienstiftung des deutschen
Volkes“, der Fulbright-Kommission, des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes (DAAD), der Yehudi-Menuhin-„Live Music Now“-Stiftung,
der Richard Wagner Gesellschaft sowie des Deutschen Musikrats 2007.
